Konzept der Ballschule basierend auf dem Konzept der „Ballschule Heidelberg“

 

Ernst Böhm (Fully Qualified PGA Golf Professional/ G1, B-Trainer (DGV), Oberbayerischer Hallenmeister Tennis 1986)

und

Nadine Humig (Lehrerin/ Grundschule an der Münchnerstraße, Sport als Didaktikfach, Übungsleiterin Turnen allgemein)

 

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 Entstehung der Ballschule Heidelberg

Die Ballschule wurde 1998 von Prof. Dr. Klaus Roth vom Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg gegründet. Aus einem ursprünglich zur Talentförderung gedachten Programm ist quasi ein „Kindersportangebot für alle“ geworden.

Die Ballschule beruht auf aktuellen sportwissenschaftlichen Erkenntnissen und folgt nicht dem Anything-Goes-Motto „Hauptsache Sport“. Ihre Grundphilosophie basiert vielmehr konsequent – und dies ist in dieser Form einzigartig – auf vier zentralen Gütesiegeln, die als unverzichtbare, nicht austauschbare Bausteine für alle kindgerechten Förderprogramme anzusehen sind.

 

 Gute Gründe für das Spielen in der „Ballschule“

-     Vielseitigkeit ist Trumpf – Vorteile einer sportspielübergreifenden Ausbildung.

-   Eine umfassende vielseitige Ausbildung ermöglicht größere motorische und taktische Lernfortschritte als ein spezifischer Einstieg in die Welt der Spiele.

-   Eine umfassende vielseitige Ausbildung führt dazu, dass Kinder und Jugendliche nicht wieder frühzeitig aus dem Sport aussteigen.

-   Vielfältige Spielgelegenheiten führen zu mehr Erfolgserlebnissen, erhöhen durch Dopamin den Spaß an Bewegungen und sorgen für einen größeren Lernfortschritt.

-   Richtig ausgewählte und gut dosierte körperliche Aktivitäten sind der Motor für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung.

-   Förderung der Integration im gemeinsamen Spiel.

-   Unsere Kinder brauchen mehr Bewegung statt Mausklick (Generation @).

-   „Toben macht schlau“ – fitte Kinder können sich ausdauernder konzentrieren und in der Schule bessere Leistungen erbringen.

-   In zahlreichen Kitas und Schulen, die von Kindern mit Migrationshintergrund besucht werden, helfen Sport und Spiel (Sprach-) Barrieren zu überwinden – hier wirkt das gemeinsame Spiel integrativ.

-   Es trägt zu einer sozial-emotionale Förderung (Teamfähigkeit und Entwicklung der Persönlichkeit) bei.

-   Viele international erfolgreiche Kader-Athleten haben in ihrer Kindheit meist nicht nur eine Sportart, sondern mehrere Sportarten betrieben, bis sie schließlich ihre Sportart gefunden und sich im Spitzensport etabliert haben.

-    Das Ballschul-ABC besteht aus Bausteinen, die in mehr oder weniger allen Sportspielen  

     vorkommen.

 

Das ist die Ballschule

 

vier leitsaetze

 

Entwicklungsgemäßheit – Die Zielstellungen der Förderprogramme – gleich welcher Art – sind entwicklungsgemäß auszuwählen. Erstens ist zu berücksichtigen, welche Kompetenzen Klein- und Vorschulkinder gewöhnlich „mitbringen“. Zweitens – und mindestens genauso wichtig – muss beachtet werden, über welche „Talente“ die Kinder verfügen.

Vielseitigkeit – Die Kinder sollen in der Ballschule ein breites Fundament an spielerisch sportartenübergreifenden Basiskompetenzen, das in fast nahezu allen Sportspielen benötigt wird (integrative Sportspielvermittlung), erlernen. Durch den Einsatz abwechslungsreicher Spielmaterialien und Übungen sammeln die Kinder der Ballschule vielfältige Bewegungserfahrungen.

Spielerisch-unangeleitetes Lernen – Die Kinder werden nicht fortwährend instruiert und korrigiert. Wenn ein Kind beim Spielen dauernd gesagt bekommt, worauf es zu achten hat, dann wird seine Aufmerksamkeit eingeengt. Es schaut dann – je nach Anweisung – nur noch auf einen Mitspieler oder Gegenspieler und wird blind für das restliche Spielgeschehen. Wer mehr sieht, hat mehr Ideen und kann in unterschiedlichen Spielsituationen vielfältiger/flexibler agieren! (Spielkreativität)

Freudbetontheit – Wichtig für das Lernen sind unerwartete Erfolgserlebnisse, die bei den Kindern lernförderliche „Dopaminduschen“ und gleichzeitig Glücksgefühle auslösen. Dies trägt wiederum zu einem höheren Lernerfolg bei.

 

spielende Knder

 

Die Ballschule für Kindergartenkinder - Die Mini Ballschule

Was können Kindergartenkinder und wofür sind sie besonders gut trainierbar?

Bei der Ballschule im Kindergarten ist es uns in erster Linie wichtig, dass die Kinder in Bewegung sind und Spaß bei Spielen mit Bällen, Hütchen, Reifen und Springseilen haben. Die Mini-Ballschule für Kinder von 3 bis 6 Jahren konzentriert sich auf die spielerische Vermittlung elementarer Ballfertigkeiten durch eigenständige Spielformen, die mit einer intensiven Schulung der motorischen Fertigkeiten eine sinnvolle Einheit bilden. Die Inhalte der Mini-Ballschule bilden die optimale Grundlage für die spätere Einführung in die verschiedenen Sportspiele.

 

Motorische
Basiskompetenzen (A)

Technisch-taktische Basiskompetenzen (B)

Koordinative
Basiskompetenzen (C)

Fangen

Flugbahn des Balles erkennen

Zeitdruck

Stoppen

Laufweg zum Ball bestimmen

Präzisionsdruck

Prellen

Spielpunkt des Balles bestimmen

Komplexitätsdruck

Dribbeln

Anbieten & Orientieren

Organisationsdruck

Werfen

Ballbesitz kooperativ sichern

Variabilitätsdruck

Kicken

Lücke erkennen

 

Schlagen

   

 

Die Ballschule für Grundschulkinder – Das ABC des Spielens

In spaßbetonten Wettkämpfen werden die Kinder in Spielen und Übungen mit der Hand, dem Fuß und dem Schläger nach dem Vorbild der Straßenspielkultur in die Welt der Sportspiele eingeführt.

Taktische
Basiskompetenzen (A)

Koordinative
Basiskompetenzen (B)

Technische
Basiskompetenzen (C)

Anbieten & Orientieren

Ballgefühl

Flugbahn des Balles erkennen

Ballbesitz individuell sichern

Zeitdruck

Positionen & Bewegungen der Mitspieler erkennen

Ballbesitz kooperativ sichern

Präzisionsdruck

Positionen & Bewegungen der Gegenspieler erkennen

Überzahl individuell herausspielen

Komplexitätsdruck

Laufweg zum Ball bestimmen

Überzahl kooperativ herausspielen

Organisationsdruck

Spielpunkt des Balles bestimmen

Lücke erkennen

Variabilitätsdruck

Ballbesitz kontrollieren

Abschlussmöglichkeit nutzen

Belastungsdruck

Ballabgabe kontrollieren

 

Die Buchstaben A, B und C stehen jeweils für drei motorische oder spieltaktische Kompetenzbereiche. Genauso wie das „normale“ ABC das Baumaterial für Wörter und Sätze liefert, stellt das Ballschul-ABC die Grundlage für das erfolgreiche Handeln in mehr oder weniger allen Spielsituationen dar.

 

 

Weiterführende Stufen der Ballschule

weiterfuehrende stufen 

 

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